Save Our Sound – Jetzt erst recht!

Die Reform des EU-Urheberrechts geht auf die Zielgerade.

 

Am 12. September hat das Europäische Parlament seine Position zur „Richtlinie zum Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt“ verabschiedet. Das Ziel der Initiative: Die Kreativen werden endlich fair an den Einnahmen beteiligt, die die großen Online-Plattformen mit ihren Werken erwirtschaften.

Derzeit führen das Europäische Parlament, die Europäische Kommission sowie die Mitgliedstaaten sogenannte „Trilog-Verhandlungen“, um den finalen Text der Richtlinie abzustimmen. Eine Einigung wird bis Ende 2018 angestrebt.

Die drei EU-Institutionen haben ihre jeweiligen Positionen nach sorgfältigen Diskussionen aufgestellt. Alle haben sich klar dafür ausgesprochen, die Verhandlungsposition von Kreativschaffenden gegenüber Online-Plattformen zu stärken.

Doch einige Gegner der Vorschläge mobilisieren weiterhin massiv gegen die zentralen Aspekte der Richtlinie – allen voran YouTube, die größte Streaming-Plattform der Welt. Der Konzern schürt mit bewusst irreführenden Aussagen die Ängste seiner Nutzer und instrumentalisiert diese in der politischen Diskussion für seine eigenen wirtschaftlichen Interessen.

YouTube-Chefin Susan Wojcicki sorgte persönlich für die Mobilisierung. Ihre Botschaft wurde prominent auf der eigenen Plattform platziert, Nutzer direkt angeschrieben, die mögliche Löschung von Kanälen angedeutet. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung sprach in diesem Zusammenhang von einer dreisten Erpressung und titelte: „So wiegelt YouTube die Kinder auf“.

Doch auch wenn viele Medien die eigennützigen Motive von YouTube durchschauen – viele Jugendliche und andere Social-Media-Nutzer hat die Plattform durch ihre Kampagne verunsichert und gegen die geplante Richtlinie zum Schutz von Kultur- und Medienschaffenden aufgebracht.

Die Abstimmung zur Richtlinie geht jetzt auf die letzten Meter. Alle Beteiligten ringen weiter intensiv um Formulierungen und Kompromisse. Deshalb ist es wichtig, dass die Befürworter der Richtlinie jetzt erneut ihre Stimme erheben und für die Notwendigkeit von fairen Regeln im Internet werben.

 

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